| Echo auf Vorschlag der Banken gemischt
Anlegeranwälte bewerten einen Vorschlag der Commerzbank und der HypoVereinsbank (HVB) im Fall des Medienfonds VIP 4 sehr unterschiedlich. "Wir halten das Angebot für attraktiv und empfehlen den Anlegern, es anzunehmen", sagte Jens-Peter Gieschen von der Kanzlei KWAG. Jens Graf von Jens Graf Rechtsanwälte in Düsseldorf argumentiert dagegen: "Ein so mickriges Angebot wäre für viele nicht tragbar. Es spiegelt die Rechtsprechung nicht wider."
Hintergrund: Die Commerzbank spielte eine wichtige Rolle im Vertrieb des geschlossenen Fonds, die HypoVereinsbank stellte Darlehen zur Verfügungn. Viele VIP-Anleger zogen wegen verschiedener Probleme vor Gericht. Am 25. November legten die Banken Eckpunkte für einen Vergleich vor. Anleger erhalten demnach 95 Prozent ihrer Bareinlage bei Laufzeitende des Fonds im Jahr 2014 und werden von der persönlichen Haftung für die Darlehen freigestellt. Wer rechtliche Schritte ergriffen hat, soll eine Aufwandsentschädigung erhalten. Das Agio bekommen Anleger nicht wieder. Auch etwaige Nachforderungen des Fiskus müssen sie tragen. Beim Schwesterfonds VIP 3 wird noch an einer Vergleichslösung gearbeitet.
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